Umwelt und Ernährung haben Einfluss

Fakten zum Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom stellt den häufigsten bösartigen Tumor des Mannes dar. Jährlich erkranken in Deutschland über 58.000 Männer an einem Prostatakarzinom. Das Prostatakarzinom wird gern als „Karzinom des älteren Mannes" bezeichnet, da 75 % der Neuerkrankungen bei Männern jenseits des 65sten Lebensjahres festgestellt werden. Allerdings ist seit den 70er Jahren ein deutlicher Anstieg der Neuerkrankungsrate auch bei 50- bis 59-Jährigen zu verzeichnen.

Bei den tödlich verlaufenden Krebserkrankungen nimmt das Prostatakarzinom immer noch Rang zwei nach dem Lungenkrebs ein, bei über 80-Jährigen ist es sogar die häufigste tumorbedingte Todesursache.


Risikofaktoren - Bedeutung von Umweltfaktoren und Ernährung

  • Bei Erkrankung von einem oder gar mehreren Verwandten ersten Grades (Bruder oder Vater) an einem Prostatakarzinom in früherem Lebensalter ist das Risiko, an einem Prostatakarzinom zu erkranken 2-3fach erhöht, im ungünstigsten Fall bis zum 10fachen über dem Normalbereich. Allerdings sind nur 10 % aller Prostatakarzinome auf eine derartige Konstellation zurückzuführen.

  • Neben der genetischen Disposition spielen aber auch Umweltfaktoren eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Prostatakarzinoms. Studien zur Nahrungsmittelzusammensetzung fanden einen Einfluss von fettreicher, faserarmer Ernährung auf die Entstehung eines Prostatakarzinoms.

  • Vermehrter Fleischkonsum (besonders rotes, nicht durchgegartes Fleisch), Alkohol, Vitamin-D-Mangel und Bewegungsmangel sind häufiger mit einem Prostatakarzinom assoziiert.

  • Soja
    • Einen Schutz bieten bestimmte pflanzliche Nahrungsbestandteile, wie sie z.B. in Soja und gelbgrünem Gemüse zu finden sind. In ostasiatischen Staaten, in denen diese Ernährungsform weit verbreitet ist, findet man auch die geringste Häufigkeit an Prostatakarzinomen. Auch Vitamin E, Selen, Lycopin (der rote Farbstoff in Tomatenmark), und Vitamin A, B2 und D3 scheinen die Entwicklung eines Prostatakarzinoms zu hemmen.

    Ein Zusammenhang zwischen der gutartigen Vergrößerung der Prostata und dem Prostatakarzinom besteht nicht.


    --> weiterlesen: Gerüstpfeiler der Vorsorge, Bedeutung MRT der Prostata und MR-Spektroskopie

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