Eine schleichende, heimtückische Krankheit.

Information zu Osteoporose

Osteoporose-Infos

Was ist Osteoporose?

Osteoporose ist eine Volkskrankheit. Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann werden davon betroffen. Osteoporose äußert sich durch eine verringerte Knochenmasse und eine poröse Knochenstruktur. Beides lässt den Knochen leichter brechen. Typische Bruchstellen sind die Wirbelsäule, die Hüfte oder das Handgelenk. Da der Knochenschwund lange Zeit ohne Anzeichen fortschreitet, kommt es nicht selten zu Brüchen ohne äußere Einflüsse. Das Heben einer Tasche oder festes Husten können hierfür schon ausreichen.

Fakten zu einer unterschätzten Krankheit

Osteoporose wird als Erkrankung oft nicht adäquat diagnostiziert: Wirbelbrüche sind die häufigsten osteoporotischen Knochenbrüche. Doch nur ein Drittel dieser Brüche wird vom Arzt richtig wahrgenommen. Deswegen bleibt Osteoporose oft unerkannt, obwohl schon Folgen aufgetreten sind.

Alle 30 Sekunden erleidet ein Bewohner in der Europäischen Gemeinschaft einen osteoporosebedingten Knochenbruch.

Eine von 5 Frauen nach der Menopause und mit Osteoporose wird innerhalb von nur einem Jahr nach einem Wirbelbruch einen weiteren Bruch erleiden. Deshalb ist Osteoporose eine außerordentlich schnell fortschreitende Krankheit, sobald der erste Knochenbruch aufgetreten ist.

In Europa gibt es jedes Jahr 400.000 Hüftfrakturen (Knochenbrüche des Oberschenkelhalses), 270.000 schmerzhafte Wirbelbrüche und 340.000 Unterarmbrüche. Diese Zahlen nehmen mit steigendem Alter der Bevölkerung zu: So wird z. B. die Zahl der Hüftbrüche bis 2025 um 60% steigen, was dann allein 650.000 Schenkelhalsbrüche in Europa bedeutet.

Nur etwa 17% der Frauen mit Osteoporose erhalten überhaupt eine Behandlung.

Jede 8. Frau über 50 in Europa wird im Laufe ihres Lebens einen osteoporosebedingten Knochenbruch an der Wirbelsäule erleiden.


Viele Frauen denken, dass sie, wenn sie eine Calcium-Reiche Kost zu sich nehmen, vor Osteoporose geschützt sind. In vielen Fällen ist dies jedoch nicht genug als Schutz vor Frakturen.

In der EU belegen Osteoporose-Patienten über 500.000 Krankenhaus-Bettentage pro Jahr. Diese Zahl wird sich in den nächsten 50 Jahren verdoppeln.

Das Lebenszeit-Risiko einer Frau, eine Hüftfraktur zu erleiden, ist größer als die Summe ihrer Risiken für Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Ovarialkrebs.


Osteoporose Körperveränderungen

Wirbelfrakturen bewirken Größenverlust, Buckel, chronische Rückenschmerzen, Hängebauch, Verlust der Taillen-Kontur und der persönlichen Unabhängigkeit.

Etwa 20% der Patienten mit Hüftfraktur über 50 Jahre versterben noch im selben Jahr an den Folgen dieser Schenkelhalsfraktur.

Von den Patienten, die eine Hüftfraktur überleben, behalten 50% auf Dauer eine eingeschränkte Mobilität.

6 Monate nach einem Schenkelhalsbruch
- kann sich jede 2. Frau nicht mehr alleine anziehen
- können 5 von 6 Frauen nicht mehr alleine laufen
- können 2 von 3 Frauen selbst kurze Strecken nicht mehr alleine zurücklegen

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