Beugen Sie vor. Seien Sie achtsam.

Lungenkrebs: Prävention

Die wesentlichen und gleichzeitig auch vermeidbaren Risikofaktoren beim Lungenkrebs sind im Gegensatz zu den meisten anderen bösartigen Erkrankungen, sehr gut bekannt. Entsprechende Verhaltensänderungen in der privaten Sphäre und Schutzmaßnahmen im industriellen Bereich können die persönliche Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung drastisch senken.

Mit dem Beginn des Nichtrauchens fällt das relative Risiko eines vormalig starken Rauchers vom 15-fachen auf das 5-fache nach 10 Jahren und auf das doppelte eines Nichtrauchers nach 15 Jahren.

Rauchen aufhoeren

Bei Frauen scheint die Risikominderung schneller zu erfolgen. Da die Art der Ernährung einen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko hat, lohnt es sich auch, über eine Bereicherung der Ernährung nachzudenken. Dies kann zum Beispiel allmählich vollzogen werden, in dem das Essen zunehmend um Obst und Gemüse bereichert wird.


Anzeichen für Lungenkrebs

Lungentumoren machen in der Regel bei ihrem Wachstum anfänglich nur selten Beschwerden. Deshalb werden sehr kleine Bronchialkarzinome fast immer nur zufällig entdeckt, z.B. bei Röntgenuntersuchungen aus anderem Anlass. Ein neu eingesetzter Husten oder die Verschlimmerung eines chronischen Hustens sind die häufigsten Beschwerden, die zum Arztbesuch führen. Häufig wird auch über Auswurf mit oder ohne Blutbeimengungen, Schmerzen, Fieberschübe, Atemnot, Abgeschlagenheit oder Gewichtsverlust geklagt. Die Krankheitszeichen sind leider zudem oft so vieldeutig, dass sie häufig zuerst, insbesondere bei starken Rauchern, für eine chronische Lungenentzündung gehalten werden.

Früherkennungsmöglichkeiten /
Rauchercheck / Anmeldung

Trotz erheblicher Fortschritte in der Behandlung des Lungenkrebses durch Operation, Bestrahlung und meistens auch notwendiger Chemotherapie ist seine Prognose weiterhin äußerst ungünstig: Das Gesamt-Fünfjahresüberleben beträgt weniger als 15%. Allerdings ist die Überlebenschance bei den weit überwiegenden Formen (nicht-kleinzellige Tumoren) mindestens 4mal so hoch, wenn sie in einem Frühstadium erkannt werden. Oft sind diese Tumoren noch zu entfernen und damit heilbar. Aber nur etwa 20 - 25% der Lungentumoren in frühen Stadien fallen durch Beschwerden auf und werden dadurch entdeckt.

Aktuelle Studien zeigen klar den hohen Wert des Lungenkrebsscreenings insbesondere für die Risikogruppe der starken Raucher.

Mit der in unserer Praxis angewandten neuen Technologie lassen sich Lungentumoren bereits bei einem Durchmesser von wenigen Millimetern entdecken. Sie können damit viel früher und schonender behandelt werden. Große Studien mit Niedrigdosis-CT-Untersuchungen fanden bei 1000 beschwerdefreien Rauchern 27 Lungentumoren (= 2,7% !), welche alle operativ entfernt werden konnten – 85% davon mit einer Heilungschance von 95%.

Sollten also entsprechende Risikofaktoren oder Anzeichen bei Ihnen bestehen, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen, ob ein  Rauchercheck für Sie sinnvoll wäre.

Mikrodosis-Multislice-Computertomographie

Für diese Untersuchung ist die Radiologische Gemeinschaftspraxis Dr. Roedel und Dr. Kehr-Achatz mit einem hochmodernen Mikrodosis-Multislice-Computertomographen ausgestattet, der höchste diagnostische Sicherheit mit einer niedrigst-möglichen Röntgenstrahlendosis verbindet. Dies wird ermöglicht durch personalisierte Untersuchungsverfahren (bis zu 68% Dosiseinsparung) und hochinnovative Softwarealgorithmen, der sog. iterativen Rekonstruktion (nochmals bis zu 60% der verbleibenden Dosis; vgl. auch Beitrag "Computertomographie").

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